Bühl: Halt an ICE-Strecke in Ilmenau-Wümbach braucht breites Bekenntnis im Kreistag

Vor der anstehenden Kreistagssitzung warb Landtagsabgeordneter Andreas Bühl (CDU) um ein breites Bekenntnis für einen Halt an der ICE-Strecke in Wümbach. Ein solcher Halt sei gut für die ganze Region und würde zur Stärkung der Technologieregion Arnstadt-Ilmenau beitragen. Deshalb sei der Halt kein Einzelinteresse von Ilmenau oder dem südlichen Ilm-Kreis, sondern für den ganzen Kreis von Bedeutung. „Ich würde mir deshalb eine Zustimmung aller Kreistagsmitglieder, egal wo sie im Kreis verortet sind, wünschen.“, sagte das Kreistagsmitglied Andreas Bühl.

Schließlich findet der Halt in Ilmenau-Wümbach bereits im ab kommenden Montag in Auslegung befindlichen Entwurf der Regionalplanung für Mittelthüringen Einzug. Auch gebe es Bekenntnisse der Frauenhofer-Institute in Ilmenau und der Technischen Universität, dass der Halt für die Wettbewerbsfähigkeit der Region von entscheidender Bedeutung sei. Vorbehalte in Richtung der Kosten sieht Bühl derweil nicht, denn maßgeblich sei für die Errichtung des Haltes die Bahn verantwortlich, die mit 156 Mrd. Euro zusätzlich in den nächsten zehn Jahre gerade für solche Infrastrukturinvestitionen ausgestattet worden sei. „Wir sollten die Bahn in die Pflicht nehmen etwas für den ländlichen Raum zu tun und nicht nur in Großprojekte von Zentren zu investieren. Auch hierfür ist ein geschlossenes Zeichen aus dem Kreistag wichtig.“, ist sich Bühl sicher.

Risiken für die bestehende Strecke könne zwar keiner abschließend bewerten, aber seien aus Sicht des Landtagsabgeordneten zu überschauen. Schließlich sei der Takt des Regionalexpress auf der ICE-Strecke nur alle zwei Stunden vorgesehen. Außerdem seien Anschlussverbindungen, die von Plaue und Arnstadt abgehen unerlässlich und im großen Landesinteresse. Auch die vielen an der bisherigen Strecke anliegenden Orte seien aus Sicht des Landes weiterhin wichtig anzubinden. „Die bisherige Strecke soll und darf nicht vernachlässigt werden. Deshalb ist der Halt in Ilmenau-Wümbach ein zusätzliches Angebot, was für die Technische Universität und die Region einen Wettbewerbsbestandteil ist, um nicht unattraktiver gegenüber großen Universitätsstandorten zu werden. Davon haben alle etwas in der Region.“, sagte der Landtagsabgeordnete.