Bühl: Rettungsleitstelle mit Standort im Ilm-Kreis muss erhalten werden

Mit Skepsis betrachtet Landtagsabgeordneter Andreas Bühl (CDU) die Pläne des Landratsamtes vom Ilm-Kreis zu einer Bündelung der Rettungsleitstellen mit den Kreisen Gotha, Wartburgkreis und der kreisfreien Stadt Eisenach. Das Wissen um die örtlichen Gegebenheiten sei wichtig und die bisherige Struktur habe sich bewährt. „Seit einigen Jahren hat die Polizei die Notrufannahme für ganz Thüringen in der Landeseinsatzzentrale gebündelt. Die daraus resultierenden Nachteile haben sich über die Jahre gezeigt. Mitarbeiter ohne Ortskenntnis können weniger schnell und korrekt Hilfskräfte vermitteln.“ sagte Bühl im Hinblick auf die Sicherheit der Menschen in der Region.

Außerdem habe man erst kürzlich weiter in die Leistelle investiert. So wurde ein neues Einsatzleitprogramm in Betrieb genommen. Zudem sei in der Vergangenheit für 350000 Euro eine Umrüstung auf Digitalfunk erfolgt.

„Die Mitarbeiter der Rettungsleitstelle in Arnstadt kennen die örtlichen Besonderheiten. Da es bei medizinischen Notfällen um Minuten geht, kann das mitunter Leben retten.“, sagte Andreas Bühl. Kleine Leitstellen sollten demnach erhalten bleiben. Das Beispiel Sachsen zeige, dass hier anders herangegangen wird. Um die Rettungskräfte im Notfall besser koordinieren zu können, setzt Sachsen auf Unterleitstellen.

Als Kandidat für den Kreistag sei dies für ihn ein wichtiges Thema, was er im Falle seiner Wahl in einer der ersten Kreistagssitzungen thematisieren wolle. „In jedem Fall geht es darum keiner Vereinbarung oder einem Zweckverband beitreten, bei dem nicht der Sitz der Leitstelle im Ilm-Kreis bleibt. Sollte es doch zu einer gemeinsamen Leitstelle kommen, hat der Ilm-Kreis mit dem größten Gewerbegebiet Thüringens gute Gründe den Sitz zu beanspruchen.“, so Bühl abschließend.