Ilmenau sehr wohl reizvolle touristische Region

Irritiert zeigte sich Landtagsabgeordneter Andreas Bühl (CDU) zu Äußerungen von Oberbürgermeister Dr. Daniel Schultheiß im Hinblick auf die Bedeutung des Tourismus für das Stadtgebiet von Ilmenau. Vielleicht habe sich der Oberbürgermeister noch nicht ausreichend bewusst gemacht, dass durch die Erweiterung des Ilmenauer Stadtgebietes auf Frauenwald und Stützerbach zwei weitere Schwerpunkte des Tourismus am mittleren Rennsteig dazugekommen sind. Auch könne man die Tourismuszahlen aus DDR-Zeiten nicht mit heute vergleichen. Es habe einige nicht leichte Jahre für das Gastgewerbe gegeben, aber mit über 20 Hotels und Pensionen, deutlich über 50 Ferienwohnungsanbietern sowie einem Campingplatz ist es einfach falsch Ilmenau nicht als touristische Region zu bezeichnen, meint Bühl. „Wenn der Oberbürgermeister Ilmenau nur als Übernachtungsstätte für Fahrten nach Erfurt oder Weimar sieht, hat er die Schönheit der Region noch nicht erkannt. Wir leben in einer traumhaften Gegend, wo Menschen gern Urlaub machen. Alles andere wäre ungerecht denen gegenüber, die täglich im Gastgewerbe arbeiten.“, sagte Andreas Bühl, der auch tourismuspolitischer Sprecher im Thüringer Landtag ist.

Die Gastwirte seien im Bereich der IHK-Südthüringen auch positiv gestimmt. Über die Hälfte der Betriebe beurteilt ihre Geschäftslage als gut, wie der aktuelle Saisonbericht für die Tourismusbranche der Industrie- und Handelskammer Südthüringen (IHK) zeigt. 87 Prozent der Gastwirte und 83 Prozent der Beherbergungsbetriebe rechnen damit, dass sich dies fortsetzen oder sich die Geschäftslage sogar verbessern wird.

„Das Gastgewerbe ist außerdem ein wichtiger weicher Standortfaktor für die Region. Deshalb helfen Angebote im Tourismus auch die Lebensqualität in der Region zu steigern. Großevents wie der Biathlon-Weltcup in Oberhof oder auch der Downhill-Cup in Ilmenau sind bedeutend, die Region national und international bekannter zu machen. Dies hilft Menschen davon zu überzeugen, in Ilmenau heimisch zu werden. Entscheidend ist durch Qualität und Gastfreundlichkeit positiv aufzufallen und das Image der Region zu verbessern. Dies muss die Stadt auch weiterhin aktiv begleiten.“, sagte Andreas Bühl abschließend.