Seniorenämter werden Kernforderung zur Kreistagswahl

Landesregierung bisher nicht an Einführung interessiert

Zur Vorbereitung des Wahlprogramms zur Kreistagswahl hat Landtagsabgeordneter Andreas Bühl (CDU) eine Anfrage an die Landesregierung gestellt, in der er wissen wollte wie diese zur Einführung von Seniorenämtern im Freistaat steht. Die von den Parteien SPD, Linke und Grüne getragene Landesregierung plane keine Einführung von Seniorenämtern in Thüringen, teilte Sozialministerin Heike Werner (Linke) mit. Stattdessen seien die bestehenden ehrenamtlichen Strukturen aus Seniorenbeiräten und Beauftragten ausreichend, so das Sozialministerium. Dies bedauere Landtagsabgeordneter Andreas Bühl. Deshalb sei es umso wichtiger die Einführung eines Seniorenamtes in der Kreistagswahl zu einem der zentralen Themen für die CDU Ilm-Kreis zu machen und damit dafür zu sorgen, dass das Landratsamt zu einer zentralen Anlaufstelle für die Anliegen von älteren Menschen wird, ist sich Bühl sicher. Auch auf der Landesebene habe der Landesparteitag der CDU bereits die Einführung von Seniorenämtern befürwortet und damit den Weg geebnet diese in das Landeswahlprogramm der Partei aufzunehmen.

„Zum Glück steigt die Lebenserwartung der Menschen immer weiter, doch damit kommen auf eine älter werdende Gesellschaft neue Herausforderungen zu. Unser Ziel ist es, dass Menschen so lange es geht ein selbstbestimmtes Leben in den eigenen vier Wänden führen können. Dazu braucht es Unterstützung für ältere Menschen. Hierfür will die CDU Ilm-Kreis einen wesentlichen Beitrag leisten.“, so Landtagsabgeordneter Andreas Bühl, der auch auf der Kreistagsliste der CDU kandidiert.

Es müssen Ämter auf kommunaler Ebene geschaffen werden, die in der Lage sind die Lösung elementarer Probleme der Älteren zu unterstützen. Dazu gehöre zum Beispiel ein Überblick über barrierefreien bezahlbaren Wohnraum, der Zugang zu Dienstleistungsangeboten vor Ort sowie zu medizinischer Versorgung. In einem Seniorenamt wären die Kenntnisse über alle diese wichtigen Dinge, die eine Teilhabe an einem lebenswerten Lebensabend ermöglichen gebündelt vorhanden, ist sich Andreas Bühl sicher. In Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg gebe es diese Institution bereits in vielen Landkreisen.