Freie Schulen nicht unfair behandeln
Emil-Petri-Schule Arnstadt

Zu einem Schulbesuch war Landtagsabgeordneter und Mitglied im Bildungsausschuss Andreas Bühl (CDU) bei Holger Aumann, dem Leiter der freien Emil-Petri-Schule in Arnstadt eingeladen. Dieser führte Andreas Bühl durch das Schulgebäude und stellte die Digitalisierungs-Strategie seiner Schule vor.


In dem nachfolgenden Gespräch zwischen Aumann, Bühl und der kaufmännischen Direktorin des Marienstifts Petra Hegt, wurde die schlechte finanzielle Situation der Freien Schulen beleuchtet. Freie Schulen bekommen nur 80% der Ausstattung von staatlichen Schulen. Seine Schule ist in keinem Fall eine elitäre Privatschule, wie es oft Vorurteil sei, sagte Aumann. Mit einem Schulgeld von 100 Euro pro Monat, was sich je nach sozialer Lage des Elternhauses bis auf null senken kann, sei dies leicht zu entkräften. „Für mich hat es etwas mit Gleichbehandlung zutun, nicht eine Schulform gegen die andere auszuspielen.“, so Andreas Bühl.

„Freien Schulen brauchen wir im Freistaat, da sonst die Kapazitäten der Staatlichen Schulen gar nicht ausreichen würden. Das sieht man auch daran, dass 15 Prozent der Schüler in Thüringen auf eine Freie Schule gehen. 2015 wurden die Finanzmittel für Freien Schulen aufgestockt. Wir hatten damals eine Dynamisierung vorgeschlagen. Das ist maßgeblich an Linken und SPD gescheitert.“, führte Bühl aus. Nun liegt der Haushaltsentwurf des Landes für 2021 vor und dort sind sogar weniger Mittel als im Vorjahr für Freie Schulen eingestellt wurden. „Im staatlichen Bereich haben wir überall Kostensteigerungen im Haushalt und bei den Freien Schulen steht sogar weniger Geld veranschlagt. Wie sollen Gehälter gezahlt und Schulgeld nicht erhöht werden?“, fragt der Landtagsabgeordnete.

Für die Emil-Petri-Schule würden so im nächsten Jahr nicht wie bisher 6,5 Mio. Euro, sondern nur noch 6,15 Mio. Euro als Gesamtbudget zur Verfügung stehen. Durch den zwei Monate zu spät von der Landesregierung vorgelegten Haushaltsentwurf, würde es außerdem knapp mit der Planungssicherheit. Der Haushalt des Landes soll nach aktueller Planung erst Mitte Dezember beschlossen werden, sagte Bühl.