Landtag verabschiedet Hilfen für Unternehmen im Ilm-Kreis

Bühl: „Es lohnt sich, für jeden Arbeitsplatz zu kämpfen“

Landtagsabgeordneter Andreas Bühl (CDU) hat über die am Freitag vom Thüringer Landesparlament verabschiedeten umfangreichen Wirtschaftshilfen informiert. „Jeder Arbeitsplatz, der im Ilm-Kreis erhalten bleibt, ist ein Arbeitsplatz, für den es sich lohnt, zu kämpfen. Für viele Unternehmen in der Region sind diese Hilfen ein wesentlicher Schritt, nach Ende des Corona-Lockdowns wieder Tritt zu fassen“, sagte Bühl.

Die CDU-Landtagsfraktion hatte sich in den Verhandlungen mit der rot-rot-grünen Minderheitskoalition erfolgreich für ein „Thüringer Mittelstandssicherungsprogramm“ mit Überbrückungshilfen für Unternehmen von 0-249 Mitarbeitern eingesetzt. „Das reicht vom Soloselbständigen bis zum mittelständischen Unternehmen. So können wir potenziell 99 Prozent der Unternehmen im Ilm-Kreis helfen, wenn diese durch die Corona-Krise in Schieflage geraten sind“, machte Bühl als Mitglied im Wirtschaftsausschuss deutlich. Dabei geht es um eine Fixkostenerstattung von maximal 50.000 Euro monatlich von Juni bis Dezember 2020, um die Liquidität der betroffenen Unternehmen abzusichern. Antragsberechtigt sollen die Unternehmen im Ilm-Kreis sein, die in den Monaten April und Mai mindestens 60 Prozent Umsatzausfälle zu beklagen hatten.

Dazu kommen zusätzlich 65 Millionen Euro an Landesmitteln zur Stärkung der Dienstleistungsbranche, insbesondere der erheblich betroffenen Tourismus- und Gastronomiebetriebe, für die sich Bühl am mittleren Rennsteig besonders stark macht. „Viele Unternehmer haben sich gerade im Bereich der Reisebüros, Reisebusunternehmen und in der Gastronomie über Jahre ihren Traum aufgebaut. Nun haben sie Angst dies alles völlig unverschuldet zu verlieren. Das werden wir als Politik nicht zulassen.“, so Bühl zum Paket. Die Hilfen im Dienstleistungsbereich werden vom Land noch einmal über die Bundeshilfen aufgestockt. Beantragt werden können diese in ein paar Wochen erneut über die Aufbaubank. „Wir haben dafür gesorgt, dass die sogenannte Mittelstandslücke geschlossen wird und gehen damit spürbar über die Bundeshilfen hinaus. Hunderte Betriebe im Ilm-Kreis werden so vor der Insolvenz geschützt“, erklärte Andreas Bühl.

Auch mit Blick auf die Auszubildenden im Landkreis versprach Andreas Bühl eine zusätzliche Absicherung. „Mit einer 2500-Euro-Übernahmeprämie schaffen wir für Azubis aus coronabedingt insolventen Unternehmen eine Perspektive“, so der Abgeordnete abschließend.