Zu Besuch in der Freien Reformschule Franz von Assisi in Ilmenau

Bühl: Freie Schulen leisten wichtigen Beitrag zu differenzierter Bildungslandschaft

Einen besonderen Schultag verbrachte Landtagsabgeordneter und Bildungsausschussmitglied Andreas Bühl (CDU) an der Freien Reformschule Franz von Assisi in Ilmenau. Die Vorstandsmitglieder der Schule um Gundula Rieche und Kerstin Beyer organisierten dem Abgeordneten Einblicke in alle Klassenstufen und das Konzept der Schule, die in Ilmenau schon seit 1997 besteht und nun etwa 370 Schülern eine Schulausbildung von Grundschule bis zum Abitur anbietet. „Eine große Stärke unseres Schulsystems ist das vielfältige und differenzierte Angebot für verschiedene Lerntypen junger Menschen. Die Franz von Assisi Schule bereichert dieses Angebot in Ilmenau mit ihrem jahrgangsübergreifenden und eigenverantwortlichen Lernansatz, der allerdings von den Schülern auch eine größere Eigenmotivation verlangt.“, so das Bildungsausschussmitglied Andreas Bühl.

In den Jahrgangsstufen neun bis zwölf diskutierten die Schüler mit dem Landtagsabgeordneten über die Herausforderungen, die nach seiner Auffassung im Jahr 2035 auf Deutschland in einer globalisierten Welt zukommen. Eine belebte Diskussionsrunde, in der viele Themen Platz fanden, folgte. Von einer besseren Anbindung des Nahverkehrs, Energie- und Umweltpolitik, demografischen Entwicklungen bis hin zur Außen- und Wirtschaftspolitik reichte dabei das Spektrum. Passend zur Europawahl durften die Oberstufenschüler in ihrem Projektunterricht ein Planspiel vorbereiten, in dem sie sich Parteien mit Wahlprogramm und Wahlstrategie überlegen mussten. Hier war der reale Politiker ein gefundener Gesprächspartner.

Im Hinblick auf die Wahlprogramme zur kommenden Landtagswahl müsse man sich überlegen, wie die Lücke in der Finanzierung freier Schulen und staatlicher Schulen besser zu schließen sei. „Dreh- und Angelpunkt bleibt es genug Lehrer für alle unsere Schulen zu gewinnen. Hier passiert viel, um den Lehrerberuf attraktiver zu machen. Freie Schulen können, was die Finanzierung betrifft, nur schwer mithalten. Dabei darf es gerade nicht passieren, dass Elternbeiträge steigen müssen. Denn die Wahl des Schulkonzeptes darf nicht an den finanziellen Möglichkeiten der Eltern scheitern.“, schätzte Andreas Bühl abschließend ein.